
Wärmebildkamera
Bullard TI Commander
Im Frühjahr 2007 bekam der Landreis Haßberge von der Bayerischen Versicherungskammer eine Wärmebildkamera für den Einsatz bei den Feuerwehren zur Verfügung gestellt. Für die Kamera gibt es verschiedene Einsatzzwecke wie das Aufspüren von Glutnestern bei Brandobjekten. Mit deren Hilfe können Brandquellen leichter aufgespürt und dabei punktuell gelöscht werden. Dies ermöglicht ein Löschen mit dem geringsten Einsatz von Wasser, wodurch sich der angerichtete Schaden durch das Löschwasser stark reduzieren lässt. In verrauchten Gebäuden, in denen die Sicht für Atemschutzgeräteträger auf wenige Zentimeter beschränkt ist, kann sie als wertvolles Werkzeug dienen um zurückgebliebene Personen aufzuspüren. Bei Personensuchen außerhalb eines Gebäudes kann die Wärmebildkamera ebenfalls gute Dienste erweisen.

Wärmebildkamera
in Aktion
Die Wärmebildkamera arbeitet mit einem Infrarotdetektor, wodurch sie auch bei absoluter Dunkelheit oder in sehr stark verrauchten Räumen eingesetzt werden kann. Sie besteht aus einem äußerst Schlag- und Stoßfesten Gehäuse, welches allen Anforderungen im Feuerwehreinsatz gewachsen sein soll. Die Bestandteile der Kamera sind ein Gehäuse mit Haltegriff, das Objektiv, ein Graustufenmonitor und ein Temperaturfühler. Mit dem internen Speicher und der Foto-Funktion lassen sich bestimmte Situationen dauerhaft festhalten. Durch einen zweiten Monitor der mit Funk mit der Kamera verbunden ist, lässt sich der Einsatz auch außerhalb von weiteren Kräften und Einsatzleitern mitverfolgen.
Nachdem die Wärmebildkamera bis zum Jahr 2008 im Atemschutzzentrum untergebracht war und bei Bedarf von den für das ASZ zuständigen Kreisbrandmeistern an die Einsatzstelle gefahren wurde, sollte sie bei einer Feuerwehr ihren Standort bekommen. Seit Anfang 2008 ist die Kamera bei der Feuerwehr Zeil untergebracht. Durch eine ständig verfügbare Bereitschaft, die in ein Mehrschichtensystem eingeteilt ist, kann die Wärmebildkamera landkreisweit zu jeder Tages- und Nachtzeit zu den Einsatzstellen gefahren werden. Die Alarmierung der Bereitschaft erfolgt über eine eigens dafür eingerichtete Alarmschleife.

Mit der Wärmebildkamera aufgenommene Bilder